Barrierefreiheit im Bad – Bedeutung und Förderungen

Ein Badezimmer soll nicht nur schön aussehen, sondern vor allem praktisch und sicher sein. Besonders im Alter oder bei körperlichen Einschränkungen gewinnt die Barrierefreiheit im Bad an Bedeutung. Doch was genau macht ein barrierefreies Badezimmer aus, und welche Fördermöglichkeiten gibt es?


1. Warum Barrierefreiheit im Bad so wichtig ist

Das Badezimmer zählt zu den Räumen mit dem höchsten Unfallrisiko im Haus. Rutschige Fliesen, enge Zugänge oder hohe Einstiege in die Badewanne können schnell zu Gefahrenquellen werden.

Ein barrierefreies Badezimmer bietet dagegen:

  • Sicherheit durch bodengleiche Duschen und rutschfeste Materialien

  • Komfort durch großzügige Bewegungsflächen und leicht bedienbare Armaturen

  • Selbstständigkeit im Alltag, auch bei eingeschränkter Mobilität

  • Zukunftssicherheit: Wer heute schon an morgen denkt, spart später aufwendige Umbauten

 

2. Merkmale eines barrierefreien Badezimmers

Ein Bad gilt als barrierefrei, wenn es möglichst vielen Menschen eine selbstbestimmte Nutzung ermöglicht. Typische Ausstattungsmerkmale sind:

  • Bodengleiche, begehbare Dusche statt Badewanne

  • Breite Türen (mindestens 80–90 cm)

  • Rutschhemmende Bodenbeläge

  • Höhenverstellbare oder unterfahrbare Waschtische

  • Stütz- und Haltegriffe an WC und Dusche

  • Ausreichend Bewegungsfläche (mind. 120 × 120 cm vor den Sanitärobjekten)

  • Gut erreichbare Bedienelemente (Armaturen, Lichtschalter, Steckdosen)

 

3. Förderungen für barrierefreie Badezimmer

Der Umbau hin zu mehr Barrierefreiheit ist eine Investition – allerdings gibt es attraktive Förderprogramme, die die Kosten spürbar reduzieren können:

KfW-Förderung „Altersgerechtes Umbauen“ (Programm 455-B)

  • Zuschüsse bis zu 6.250 € pro Wohneinheit

  • Für Maßnahmen wie bodengleiche Duschen, verbreiterte Türen oder rutschfeste Bodenbeläge

Pflegekassen-Zuschuss

  • Bis zu 4.000 € pro Maßnahme und pflegebedürftige Person

  • Voraussetzung: Anerkannte Pflegestufe

  • Gilt u. a. für den Einbau einer Dusche anstelle einer Badewanne

Regionale Förderprogramme

Viele Bundesländer und Kommunen bieten zusätzlich eigene Zuschüsse oder Darlehen für barrierefreie Umbauten an.

 

4. Warum sich Barrierefreiheit lohnt

Ein barrierefreies Badezimmer ist nicht nur eine Lösung für ältere Menschen oder Personen mit Einschränkungen. Es bietet Komfort und Sicherheit für alle Generationen – von Familien mit kleinen Kindern bis zu Senioren. Gleichzeitig steigert es den Wert der Immobilie und macht sie zukunftssicher.

 

Fazit: Barrierefreiheit im Bad – Komfort, Sicherheit & Förderung nutzen

Barrierefreiheit im Badezimmer bedeutet mehr Lebensqualität und sorgt dafür, dass Sie Ihr Zuhause auch im Alter oder bei eingeschränkter Mobilität weiterhin uneingeschränkt nutzen können.

Dank staatlicher Förderungen von KfW und Pflegekassen lässt sich der Umbau finanziell deutlich einfacher umsetzen.

👉 Tipp: Lassen Sie sich frühzeitig beraten und erstellen Sie gemeinsam mit einem Fachbetrieb ein passendes Konzept – so verbinden Sie Sicherheit, Design und finanzielle Förderung optimal.

 
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Badewanne zur Dusche umbauen?-Teilsanierung im Badezimmer